Warum Technik wirklich funktioniert:

Die biomechanischen Prinzipien hinter deinen Schlägen

 

„Eine Technik muss: einfach, ökonomisch und wirkungsvoll sein!

Dies bedeutet, dass ein Schlag keine überflüssigen Bewegungen enthalten, er so wenig Kraft wie möglich verbrauchen und den gewünschten Effekt bezüglich Ziel,
Geschwindigkeit und Erfolg erreichen sollte“

 


Tennisspezifische,

biomechanische Prinzipien:

 

1. Prinzip der optimalen Treffchance

2. Prinzip des optimalen Beschleunigungsweges

3. Prinzip der optimalen Muskelvordehnung

4. Prinzip der Koordination der Teilimpulse

5. Prinzip der Gegenwirkung

 


1. Prinzip der optimalen Treffchance

 

Der Treffpunkt stellt den zentralen Moment jeder Schlagbewegung dar, da in diesem Augenblick maßgeblich über Präzision, Tempo und Rotation des Balles entschieden wird. Die Qualität eines Schlages hängt daher entscheidend davon ab, wie günstig dieser Moment gestaltet wird.

Ein optimaler Treffpunkt ist gegeben, wenn mehrere Faktoren zusammenwirken: Der Ball wird mit einer passenden Griffhaltung gespielt, möglichst im Zentrum der Schlagfläche getroffen (Sweetspot) und durch eine stabile sowie funktionale Handgelenksposition unterstützt. Zudem erfolgt der Kontakt idealerweise vor dem Körper, sodass eine effektive Kraftübertragung und Kontrolle gewährleistet werden können.


 

2. Prinzip des optimalen Beschleunigungsweges

 

Ziel ist das Erreichen einer hohen Schlägerkopfgeschwindigkeit!

Dies kann erreicht werden durch:

  • Langer Beschleunigungsweg (individuelles Optimum!)
  • Flüssiger, rhythmischer Übergang von Aushol- zur Schlagphase (ev. kleine Pause)
  • Ausholbewegung soll mit einem exzentrischen Bremsvorgang abgeschlossen werden
  • Geradlinig oder wenig gekrümmt


 

3. Prinzip der optimalen Muskelvordehnung

 

  • Eine hohe Endgeschwindigkeit in der Schlagbewegung kann nur dann erreicht werden, wenn die Arbeitsmuskulatur der Ausholbewegung optimal vorgedehnt ist!
  • Von oben nach unten, von außen nach innen!
  • Optimum unterhalb der Maximaldehnung (20%ige Dehnung über Ruhelänge)
  • Flüssiger Übergang von Dehnung in Kontraktion, keine Pause!

 


 

4. Prinzip der Koordination der Teilimpulse

 

  • Innervation der an der Bewegung beteiligten Muskeln in zeitlich abgestimmter Reihenfolge von unten nach oben und von innen
    nach außen
  • Intermuskuläre Koordination
  • Verbesserung der Ökonomie und der Geschwindigkeit der
    Bewegung
  • Ziel eines optimalen Schlages ist es: eine ideale Impulsübertragung
    durch die gesamte kinetische Kette zu erreichen.


 

5. Prinzip der Gegenwirkung

 

  • Bewegungen zur Kontrolle der Hauptaktion
  • Bewegungen zur Stabilisierung des Körpers (Gleichgewicht!)
  • Bewegungen zum Abfangen des Schwungs und der
    Körperrotation


     

    Die moderne Tennistechnik zeichnet sich also hierdurch aus:

     

    Alle Schläge werden im biomechanischen Optimum gespielt

    Starke Vordehnung der arbeitenden Muskulatur während der Ausholbewegung

    Optimale Ausnutzung der Bodenreaktivkraft

    Körperrotation bei allen Schlägen

    Optimales Gleichgewichtsverhalten


       

      Morphologische Bewegungsmerkmale

       

      • Elementare Bewegungsmerkmale:
        • Bewegungskontinuität
        • Bewegungspräzision
        • Bewegungskonstanz
        • Bewegungsumfang
        • Bewegungstempo
        • Bewegungsstärke
      • Komplexe Bewegungsmerkmale:
        • Bewegungsrhythmus
        • Bewegungskopplung